Pralinen gießen

Pralinen selber machen

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Pralinenform (c) Nordic Ware / Meincupcake.de | Lizenzhinweis

Finden Sie nicht die richtigen Pralinen im Handel? Dann machen sie sich die eigenen Pralinen selbst, denn es ist gar nich so schwer. Wir zeigen ihnen hier, was Sie zum Pralinen selber machen alles benötigen.Um eine Praline selber zu machen, sollten Sie zunächst einmal wissen, was eine Praline überhaupt ist. Eine Praline ist eine mundgerechte Ware zum Naschen. Häufig sind sie mit einer Füllung versehen und weisen einen Schokoladenanteil von mindestens 25 % auf. Liegt dieser Wert niedriger, handelt es sich um ein Konfekt. Die Füllung liegt häufig unter einem feinen Schokoladenüberzug und hat, je nach Zutat, eine unterschiedliche Konsistenz. Sehr beliebte Füllungen sind Marzipan, Nougat, Nüsse, Ganache aus einer Schokoladen-Sahne-Mischung, Früchte, Pistazien oder auch Likör.

Voraussetzungen zum Pralinen selber machen

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Silikonform für Pralinen (c) Silikomart / Meincupcake.de | Lizenzhinweis

Um Pralinen selber zu machen brauchen sie zunächst einmal ein Rezept und die entsprechenden Zutaten. Dann wissen Sie auch, welche Art von Praline sie zubereiten. In jedem Fall brauchen Sie Kuvertüre und die entsprechenden im Rezept aufgezählten Zutaten. Unerlässlich sind entweder Backformen für Konfekt und Desserts oder aber spezielle Schokoladengießformen für Pralinen. Für Füllungen brauchen sie auch Spritzbeutel und Dekotüllen. Pralinenformen gibt es aus verschieden Materialien und Größen. Erhältlich sind Backformen für Pralinen aus Blech, aus Silikon, aber auch aus Kunststoff. Fast alle Pralinenformen haben dabei Mulden mit denen es möglich ist, gleichzeitig bis zu 24 Pralinen selber zu machen. Dies erleichtert Ihnen das Arbeiten und das Pralinen selber machen wird Ihnen mit ein wenig Übung mühelos gelingen.

Kuvertüre erhitzen

Einer der wichtigsten Punkte beim Pralinen selber machen ist das Erhitzen der Kuvertüre. Grundsätzlich sollte Kuvertüre immer im Wasserbad geschmolzen werden. Nie direkt auf dem Herd, da hier die Gefahr des Anbrennens besteht. Achten Sie auch darauf, dass kein Wasser in die Kuvertüre gelangt. Die perfekte Schmelztemperatur liegt für Vollmilchkuvertüre bei ca. 32 °C, bei weißer Schokolade etwa 2°C niedriger, bei Zartbitterschokolade hingegen etwa 2°C höher.

Formpralinen gießen

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Pralinenform “Eule” (c) Birkmann / Meincupcake.de | Lizenzhinweis

Im groben gibt es mit der Formpraline, Schnitt- oder Tauchpraline sowie der Schichtpraline drei typische, aber unterschiedliche Pralinenformen beim Pralinen selber machen. Dies zu wissen ist wichtig, denn die einzelnen Herstellungsprozesse unterscheiden sich erheblich. Sollten Sie sich für ein Formpraline entschieden haben, kommen sie ohne eine innere Füllung aus. Erhitzen Sie zunächst die Kuvertüre. Gießen Sie dann die Schokolade vollständig in die Mulden der Pralinenform. Schwenken sie dabei vorsichtig die gesamte Pralinenform, um eventuelle Lufteinschlüsse zu beseitigen und entfernen die überflüssige Schokolade am besten mit einem Spachtel. Lassen Sie anschließend die Pralinen in der Pralinenform bei ca. 8 – 10°C auskühlen.

Nach dem vollständigen aushärten, können Sie die Pralinen aus der Pralinenform stürzen und schon stehen sie vor dem fertigen Ergebnis. Soll schnell kann das Pralinen selber machen gehen. Falls Ihnen das nicht reicht können Sie hier zumindest ein wenig Creme oder Schokolade als Häubchen auf die Praline geben. Dazu benötigen Sie Spritzbeutel und Tüllen zum Verzieren von Pralinen. Mischen Sie sich ihre Creme an, füllen die Masse in den Spritzbeutel und spritzen sie durch die Tüllen auf die ausgekühlten Pralinen. Nüsse eigenen sich hier auch als zusätzliche Verzierung.

Schnittpraline selber machen

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Backrahmen (c) Meincupcake.de | Lizenzhinweis

Die Basis einer Schnittpraline ist hingegen eine Füllung. Diese muss jedoch eine recht feste Konsistenz, wie bspw. Nougat, haben. Haben Sie eine zunächst eher flüssigere Rohmasse gewählt, muss sie in einem Backrahmen oder alternativ in universell einsetzbaren Backformen ausgekühlt werden. Danach können Sie die Rohmasse schön in Würfel oder Rechtecke schneiden. Bei festeren Pralinenrohmassen, wie bspw. Marzipan, müssen Sie diesen Schritt beim Pralinen selber machen übrigens nicht ausführen. Hier dürfen Sie die Masse gleich zurecht schneiden. Erhitzen Sie zunächst wieder die Kuvertüre. Beim Selber machen von Schnittpralinen wird die einzelnen Stücke der Füllmasse dann allerdings in ein Schokoladenbad getränkt und solange gedreht, bis alle Seiten gleichmäßig benetzt sind. Am besten nimmt man nach diesem Vorgang die Praline mit einer Pralinengabel aus dem Bad und stellt sie zum Abkühlen auf eine Unterlage. Wenn Sie noch eine Verzierung wünschen, können Sie beim Pralinen selber machen hübsche Zuckerdekore auf die Pralinen geben. Dies sollte noch vor dem anziehen, also dem vollständigen aushärten der Schokolade geschehen.

Schichtpraline gießen

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Spritzbeutel (c) Städter / Meincupcake.de | Lizenzhinweis

Zunächst gilt es mit Hilfe der Pralinenform einen Schokoladenhohlkörper zu bilden, der dann mit einer Füllung versehen wird. Am Ende wird beim Pralinen selber machen der Hohlkörper mitsamt der Füllung durch Schokolade verschlossen. Erhitzen Sie zuerst die nötige Menge an Kuvertüre. Gießen Sie dann die Kuvertüre mit einer Schöpfkelle in die Mulden der Pralinenform. Schwenken Sie die Form ein wenig und wenden Sie sie dann, damit die überflüssige Schokolade wieder aus der Pralinenform in den Topf mit Schokolade zurück laufen kann. Falls Sie zum ersten Mal Pralinen selber machen, sollten Sie hier darauf achten nicht zu viel aber auch nicht zu wenig Schokolade in die Pralinenform einzugießen. Übung macht hier den Meister. Herausstehende Schokolade an den Ränder wird mit einem Spachtel entfernt. Lasen Sie nun die Schokolade bei Zimmertemperatur in der Pralinenform auskühlen. Die einzelnen Mulden in der Pralinenform sollten nun mit einer dünnen Schicht aus Schokolade benetzt sein. Damit haben Sie beim Pralinen selber machen eine erste Schokoladenschicht in die Pralinenform gegossen. Sie ist aber vermutlich noch zu dünn, um später die gesamte Füllung auch halten zu können. Daher sollten Sie beim Pralinen selber machen noch mindestens eine zweite, evtl. sogar eine dritte Schicht nachlegen. Wiederholen Sie also noch ein bis zweimal den ersten Schritt und lassen zwischendurch die lauwarme Kuvertüre in der Pralinenform immer wieder antrocknen und vollständig auskühlen.

Füllen der Schichtpraline

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Dekotülle (c) Städter / Meincupcake.de | Lizenzhinweis

Haben Sie dies geschafft, haben sie beim Pralinen selber machen die Hohlkörper gefertigt. Nun können Sie sich an die Füllung machen. Dies ist jedoch vom Rezept abhängig. Meist werden hier cremige Füllungen benutzt. Ideal für das Befüllen der Schokoladenhohlkörper eigenen sich Spritzbeutel und Dekotüllen zum Verzieren von Pralinen. Mischen Sie sich ihre Creme oder Ganache an, füllen die Masse in den Spritzbeutel und spritzen sie durch die Dekotüllen in die ausgekühlten Schokoladenkörper. Hier können Sie, je nach Rezept, dann auch Nüsse oder festere Konsistenzen in die cremige Masse per Hand hineindrücken.Um die Pralinen zu verschließen, verteilen Sie Kuvertüre über die gesamte Pralinenform und kratzen Sie die überflüssige Schokolade mit einem Spachtel wieder ab. Lassen Sie die Pralinen etwa 2 Stunden auskühlen, ehe sie aus der Pralinenform gedrückt werden.

Pralinen präsentieren

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Pralinenschachtel (c) Meincupcake.de | Lizenzhinweis

Das Pralinen selber machen haben Sie nun erledigt. Jetzt geht es darum die Pralinen ansprechend zu präsentieren. Dazu gibt es eine Vielzahl an Pralinenzubehör und Pralinenschachteln zum Verpacken. Schachteln für Pralinen und Kleingebäck gibt es in Hülle und Fülle. Der Markt hält Pralinenschachteln in vielen Farben und Formen bereit. Bewährt haben sich rechteckige Pralinenschachteln. Hier können die Pralinen entweder hintereinander aufgereiht oder nebeneinander gelegt werden. Pralinenschachteln gibt es somit in vielen Varianten, ob mit Sichtfenster oder mit unterschiedlichen Motiven.

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Stiele für Pralinen (c) Meincupcake.de | Lizenzhinweis

Pralinen können aber auch wie Cakepops präsentiert werden. Beim Pralinen selber machen müssen dann einfach nur Cakepops-Stiele eingesteckt werden und schon hat man Pralinen am Stiel. Diese Stiele für Lollies und Cakepops sind in den unterschiedlichsten Farben und Längen erhältlich. Mitunter eigenen sich sogar Papiertrinkhalme als Pralinenstiel, weisen sie doch eine sehr hohe Stabilität auf. Mit weiterem Zubehör für Cakepops können sie Pralinen nach eigenem Geschmack gestalten und verpassen ihren Kunstwerken beim Pralinen selber machen die individuelle Note.